Wie bewegen wir uns in der digitalen Welt?

Dank Corona hat die Digitalisierung noch einmal deutlich Fahrt aufgenommen. Wobei – wenn ich es mir recht überlege – wurde eher recht hektisch versucht, schnell Gewohntes in digitale Formate zu pressen. Ob das dem Medium gerecht wurde oder nicht, konnte in der Kürze der Zeit nicht wirklich evaluiert werden. Verständlich.

Heute begegnete mir das Video von Jöran Muuß-Merholz zur Pinguin-Medienmetapher.

Um den Unterschied zwischen alten und neuen Medien zu verdeutlichen, stellte der den Vergleich zwischen den beiden „Medien“ – Wasser und Land –, in denen Pinguine unterwegs seien, an. Sie sind nicht vergleichbar und in beiden bewegen sich die Pinguine grundlegend anders fort. Wichtig war, so habe ich es verstanden, dass Digitalisierung nicht einfach ein neues Tool ist, das wir einsetzen können, sondern ein vollkommen neuer Bereich, in dem wir erst herausfinden müssen, wie wir uns am besten bewegen.

Auch wenn ich seinen Ausführungen nicht in allen Belangen recht geben würde und obwohl der Vergleich, den er anstellt, ein bisschen hinkt (oder watschelt), steckt darin doch ein hilfreicher Gedanke: Die digitale Welt erfordert an vielen Stellen ein Umdenken – oder ein Neudenken. Man kann natürlich versuchen, dass was wir z.B. in Präsenztrainings gemacht haben, jetzt so gut es geht eins zu eins in Online-Trainings umzusetzen. Das kann auch funktionieren. Die meisten werden allerdings schnell festgestellt haben, dass z.B. die Rhythmisierung eine andere ist (kürzere Einheiten, mehr Pausen, etc.) und dass Online-Trainings für alle deutlich anstrengender sind.

Wenn wir jetzt aber etwas explorativer an die Sache herangehen, dann sieht man auf einmal nicht nur die Grenzen („ich muss meine Vorträge kürzen, solange kann keiner online folgen“), sondern auch ganz neue Möglichkeiten und Ansätze. So wie ich gestern z.B. bei einem kollegialen Austausch ein neues Tool kennengelernt habe und auf einmal kreative Ideen gesprudelt sind, wie ich es anwenden könnte. Oder wie wir feststellten, dass in Online-Trainings gleichzeitig mehr Führung durch den/die Trainer*in erforderlich ist und die Teilnehmenden auch mehr Eigenverantwortung haben. Oder, dass man sich bei jeder Methode, die sich nicht direkt ins Online-Leben übertragen lässt, noch einmal fragt: „Was will ich genau mit dieser Methode erreichen?“ Und dann denkt man wieder über (Lern-)Ziele nach und darüber, was zwingend im direkten Austausch vermittelt werden muss. Man verlässt eingetretene Pfade …

Ist doch eigentlich toll. Und nachdem alle jetzt schon wieder der Digitalisierung müde waren, stelle ich gerade fest, dass ich wieder richtig Lust habe, das „neue Medium“ noch ein bisschen anders zu erforschen.

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